Ein halbes Jahr in meinem geliebten England

Praktikum an zwei "Musical Theatre" Schulen

 
24November
2013

Die Abenteuer gehen weiter

Da ich hier so viel Verschiedenes erlebe, gibt es schon wieder einen neuen Eintrag. ;)

Gestern war ein sehr ereignisreicher Tag, da ich einen Auftritt mit dem "SOTA Rock Choir" hatte. Um 1 Uhr ging es dann auf der Bühne der "Abbey School" los, in der an dem Tag eine große Weihnachtsfeier war mit vielen wunderschönen Ständen  und wie die Engländer so sind natürlich mit beeindruckenden Kuchenkreationen, selbstgemachten Marmeladen und den tollsten genähten, gehäkelten oder gestrickten Kleidungstücken und anderen Kleinigkeiten.Da konnte ich eigentlich sehr froh sein, dass ich mein Geld nicht mitgenommen hatte, denn sonst hätte ich bestimmt alles aufgegessen und aufgekauft. Und so habe ich sowohl Geld gespart, als auch leckeren Kuchen von den unglaublich lieben Mitgliedern vom Chor probieren dürfen. Hierzu muss ich auch sagen, dass ich mich einerseits schon sehr freue, wenn ich Weihnachten wieder nach Hause komme, aber wenn ich daran denke, dass ich diese wunderbare Welt hier dann spätestens nächstes Jahr im Frühling aufgeben muss, werde ich schon ziemlich traurig.

Zum Auftritt kann ich jetzt sagen, dass abgesehen von ein paar technischen Problemen (, das heißt wir mussten das letzte Lied dann a cappella singen :D) eigentlich alles gut gegangen ist. Mein Outfit war auch ein bisschen fragwürdig für einen Auftritt, denn mein T-shirt mit dem Chorlogo auf dem Rücken war in XXL dann doch ein paar Nummern zu groß.(aber es gab keine anderen mehr :D) Soo viel esse ich hier dann doch nicht, obwohl Englischen Essen unwiderstehlich lecker ist, auch wenn manche Deutsche noch im Kopf haben, dass hier nichts gewürzt und der Salat ohne Soße serviert wird. Ich würde sagen in England kriegt man sogar nahezu Gourmetessen in "Pubs".

Abgesehen davon durfte ich gestern auch beim Stepptanzunterricht der 4-6 jährigen bei SOTA mitmachen und es ist unglaublich, wie viel sie sich schon merken können. Der Witz hierbei war auch, dass ich noch nie vorher gesteppt habe, aber den jüngsten des Kurses dann einen Schritt beibringen sollte. Zum Glück war das nicht allzu schwer und mir hat der Spruch mit dem wir uns den Schritt gemerkt haben auch sehr gefallen (" I like cake" :D ) Das habe ich dann noch ein bisschen variiert mit "I like chocolate" oder "I like apples", weil ich ja keinen anderen Steppschritt konnte, den ich Ihnen hätte beibringen können. :D Aber es war sehr süß und hat mir super gut gefallen. 

                                                                                                                                                 Es ist vor allem für mich auch sehr interessant zwischen Leher und Schüler zu stehen, da ich beide Positionen hier kennenlerne und eigentlich keins von beidem wirklich bin. Das heißt ich kann jetzt einerseits sehr gut nachvollziehen, wie anstrengend es sein kann Kinder ruhig zu kriegen und dazu zu bringen zuzuhören und andererseits weiß ich auch noch genau, wie es ist in der Rolle des Schülers zu sein und da hat man natürlich auch seinen Freunden immer während der Stunden viel zu erzählen oder macht anderen Unsinn. :D

Noch ein anderes sehr schönes Erlebnis war es, in der "Performance class" im College vorzusingen. In diesen Stunden performen immer ungefähr drei Schüler sowohl Lieder, als auch Monologe und bekommen dann von allen anderen Feedback und Verbesserungsvorschläge. Und diesen Freitag habe ich dann in der Stunde "Im Grünen Irgendwo" gesungen und gerlernt, wie man ein Lied als Musicaldarsteller richtig performt. Es ist ja immer schon wahnsinnig den Schülern zuzuhören, aber wenn man dann selber dort steht ist das noch viel aufregender. Und es ist erstaunlich wieviel man mit nur wenigen Bewegungen auf einer Bühne schon bewirken kann. Das kann ich jetzt natürlich noch nicht ganz aus eigener Erfahrung sagen, aber dadurch, dass ich das jetzt mal selber gemacht habe realisiert man das erst. Das deutsche Lied habe ich ausgesucht, weil ich dachte das könnte auch mal ganz interessant für die Schüler zu sehen sein und natürlich auch, weil das einfacher für mich ist. :D

Das ist erstmal das Neuste von meinen Abenteuern hier und ich bin mir aber sicher, dass ich schon ganz bald wieder mehr zu erzählen habe. :)

18November
2013

Eindruck meiner ersten zwei Monate

Da ich hier ja jetzt schon ein bisschen länger bin, gibt es natürlich umso mehr zu erzählen! Meine ersten Tage hier waren einfach nur unglaublich und ich konnte mein Glück einfach nicht fassen! Nach einer Weile gewöhnt man sich dann an diese wunderbaren Umstände. :) Erstmal zu meiner Unterkuft: Ich lebe hier bei einem sehr netten, älteren Ehepaar und zwei anderen Mitbewohnern in einem kleinen Ort namens Caversham, nur 20 Minuten Fußweg von Reading. Das Haus ist wirklich sehr Englisch und in meinem 6 Quadratmeter großen Zimmer, mit geblümten Gardinen passend zur Bettwäsche, fühle ich mich sehr wohl. Meine Miete ist dafür, dass ich mit dem Zug nur 25 Minuten von London entfernt bin, Küche, Bad und ein großes Wohnzimmer benutzen darf, sehr niedrig, denn ich bezahle nur 250 Pfund pro Monat. Meine Vermieter nehmen schon seit mehreren Jahren immer Schüler oder Jugendliche aus allen verschiedenen Ländern auf, weshalb in der Küche auch schon zwei Schränke mit Souvenirs aus aller Welt stehen. Also kann ich meine Unterkunft hier nur herzlichst weiterempfehlen, falls jemand gerne nach Beenden der Schule oder auch sonst nach Reading, Caversham kommen möchte. Meistens werde ich sogar bekocht oder es steht ein leckerer Kuchen auf dem Tisch, an dem man sich bedienen darf und ich kann mich wirklich bei allen Anliegen oder Fragen, die ich habe, an Sie wenden. An den ersten Tagen haben Sie mir auch alle Busse gezeigt oder mich mit dem Auto zur Arbeit gebracht. Die Küche ist eigentlich immer der Treffpunkt für nette Gespräche und ich verstehe mich auch mit meinen anderen Mitbewohnern sehr gut. Ich wurde hier von Anfang an sehr herzlich aufgenommen und wirklich ins Englische Leben eingeführt und jetzt fühle ich mich schon sehr Zuhause!

Da ich seit 1996 jeden Sommer mit meiner Familie in England, meistens Cornwall, Urlaub mache, dachte ich das Land schon sehr gut zu kennen, aber erst jetzt merke ich was ich die ganzen Jahre lang alles verpasst habe. Hier wirklich zu leben ist nochmal etwas ganz anderes! Man lernt die Kultur viel besser kennen, neue Traditionen, die Mentalität der Engländer und natürlich auch die Sprache. Und dazu muss ich sagen, was man als Deutscher vielleicht für übertriebenes Englisch hält ist auf jeden Fall "British English". Dadurch, dass ich Englisch schon als Kind immer gehört habe, habe ich immer versucht den britischen Akzent ein bisschen zu kopieren, aber die Aussprache hier ist so anders als das Englisch, das man in der Schule lernt. Es reicht also nicht aus, wenn man viele Vokabeln kann, denn nur bei der richtigen Aussprache wird man auch verstanden. Über Traditionen und Feste habe ich auch schon viel neues erfahren. Wie zum Beispiel die berühmte " Bonfire Night" am 5. November, die aufgrund von Guy Fawkes misslungenen Versuch Anfang des 17ten Jahrhunderts die "Houses of Parlament" zu sprengen, gefeiert wird. Als Deutscher hat man ja nie Feuerwerk vor Silvester, deshalb war dieses Fest schon etwas sehr Neues. Am 11. November folgte dann der " Remembrance Day", der an die im Weltkrieg verstorbenen Soldaten erinnern soll. Zu diesem Anlass tragen die Engländer hier alle sogenannte "Poppys", Mohnblumen aus Plastik. Einerseits wegen ihrer Farbe, die so rot ist wie das Blut der Soldaten und auch dadurch, dass Mohnblumen aus der trockenen Erde auf den Schlachtfeldern der Kriege um die toten Soldaten gewachsen sind.
Auch die Weihnachtszeit wird hier ganz anders gefeiert. Während die Deutschen immer unglaublich beschäftigt mit Adventskranz, Weihnachtsmarkt, Nikolaus, Glühwein trinken etc. sind, warten die Engländer einfach gespannt auf den Weihnachtsabend, der hier übrigens am 25.12. ist. Eine sehr witzige Entdeckung meinerseits ist auch, dass der englische Sketsch “Dinner for One“ nur in Deutschland eine große Tradition an Silvester ist! In England setzt sich an Silvester niemand vor den Fernseher, um das zu gucken. Die Engländer warten hier lieber auf das Glockenspiel des Big Ben und danach wird im Kreis mit eingehackten Armen das alt-schottische Lied “Auld lang syne“ gesungen.

Eine, wie ich finde, sehr schöne Angewohnheit der Engländer ist es, sich nach jeder Busfahrt beim Busfahrer zu bedanken. Da es in englischen Bussen nur einen Ausgang ganz vorne gibt, kommt man natürlich beim Rausgehen nochmal am Busfahrer vorbei. Das ändert natürlich auch die Stimmung der Busfahrer. Hier in Reading gibt es aber leider kein Rückgeld, wenn man ein Busticket direkt im Bus kauft. Das kann sehr nervig sein, aber es kann auch dazu kommen, dass die Busfahrer einen oft ohne Ticket mitfahren lassen, wenn man kein Kleingeld dabei hat. :) Nichtsdestotrotz besteht für mich hier jeden Morgen die Gefahr, dass mein Bus, entweder gar nicht kommt, 20 Minuten zu spät ist oder auch 5 Minuten vorher schon abfährt und das ist wirklich sehr anstrengend. Das gilt hier übrigens auch für die meisten Züge.

Zu den Engländern kann ich sagen, deren Lieblingswörter sind eindeutig "Sorry" und "Thanks" und nach ein paar Wochen hört man sich selber nur noch diese beiden Wörter sagen, auch wenn es überhaupt gar keinen Anlass gibt. Man entschuldigt sich hier sogar wirklich dafür, dass einem jemand auf den Fuß getreten ist. Und die englische Höflichkeit ist eindeutig nicht nur ein  Vorurteil! Ich fand hier den Cartoon "Brain of Britain" ganz passend, denn man kann wirklich sagen, dass das Meiste davon stimmt!

Jetzt natürlich zu meiner Arbeit hier. Also, ich mache ein Praktikum in zwei unterschiedlichen Schulen für "Musical Theatre". In der einen Schule, "School of the Arts" , auch SOTA werden Kinder von 3- 18 Jahren in ganz verschiedenen Arten von Tanz (wie z.Bsp. Jazz dance, Stepptanz und Ballett), Schauspiel, aufgeteilt in Altergruppen und Gesang unterrichtet. Dieses Training baut auf spätere "Auditions" für eine Ausbildung an anerkannten Musical Theatre Colleges vor. "SOTA" gibt es sowohl in Reading (jeden Samstag), als auch in Bracknell (jeden Sonntag). Meine Aufgabe besteht dort unter anderem darin, Uniformen auszuteilen, die Musik für die Kurse zu spielen und auch als allgemeiner Ansprechpartner da zu sein. Manche Kurse darf ich auch mitmachen (Ballett, Gesang) oder die kleineren Kinder (3-4) mit unterrichten. Eine andere meiner Aufgaben ist auch in den zu erlernenden Theaterstücken Schüler, die gefehlt haben, über die letzte Stunde zu informieren, sowie Verfeinerungen der Stücke zu notieren. Dies ist dann für Ersatzlehrer nützlich, die an Veränderungen der Stücke genauso weiterarbeiten können, wie der eigentliche Lehrer.

Die Schule am Sonntag findet in Bracknell im " South Hill Park", einem Theater, statt und geht immer nur von 10 bis 13 Uhr. Der "South Hill Park“ ist ein wunderschönes, altes Gebäude, in dem es heute neben dem Theater auch ein Kino, eine Bar, ein kleines Museum und “Craft workshops“ gibt. Der große Garten hinter dem Gebäude ist sehr beliebt für Sonntagsspaziergänge mit der Familie und dem Hund und ist unglaublich idyllisch und schön. In dieser Schule darf ich auch immer beim Schauspielunterricht bei einer sehr netten Neuseeländerin mitmachen. Dort lerne ich ganz neue Methoden und Spiele, die sich schon in kurzer Zeit deutlich auf das Schaupielern der Schüler auswirken. Auch ich profitiere sehr von diesem Unterricht, der sich bei mir durch mehr Selbstbewusstsein, Offenheit und auch das ausgeprägtere Nutzen von Gestik und Mimik auswirkt. Im Alltag merkt man nämlich gar nicht, wie man auf bestimmte Situationen reagiert. Aber wenn man erstmal eine beliebige Situation nachstellen soll, wird einem klar, welche Möglichkeiten der Ausdrucksweise man mit dem Körper hat.

Im “South Hill Park“ findet auch jeden zweiten Sonntag im Monat ein sogenanntes Cabaret statt, (organisiert von “SOTA“) bei denen ich mithelfe. Darunter verstehen die Engländer aber keine “Comedy show“, sondern einen Abend mit Gesangsdarbietungen sowohl von Schülern als auch von West End Performern. Leider werden diese immer sehr gemütlichen und wirklich atemberaubenden Abende jetzt aber ab Dezember nicht mehr stattfinden können, denn die Kosten für die Organisation und auch die Bezahlung für die West End Stars überwiegen leider meistens die eingenommenen Eintrittsgelder. Hier habe ich dann versucht auch im College (siehe unten) für das Cabaret zu werben, aber leider hat es nicht gereicht, um es am Leben zu halten. Das letzte Mal als es stattgefunden hat, durfte ich sogar als Türsteher die Tickets kontrollieren. Ansonsten helfe ich immer beim Aufbau, Soundcheck und kümmere mich um sonstige Dinge, die noch benötigt werden.

 

Die zweite Schule, an der ich mein Praktikum mache, ist das “Read Dance and Theatre College“, an dem Schüler ab 16+ eine einjährige Musical- oder Schauspielausbildung machen können. Auch hier bin ich einfach nur beeindruckt von den Schülern, die zwar sehr hart trainieren, aber von Anfang an alle unglaublich viel Ehrgeiz gezeigt haben und alle jetzt schon sowohl professionelle Sänger, Tänzer und Schauspieler sind.

Zu meiner Arbeit kann ich nur sagen, dass ich sie auch in dieser Schule sehr genieße. Hier bin ich im Allgemeinen auch eine Ansprechpartnerin, ob es um Fotokopien, Krankheitsfälle, die Organisation von Events oder Anliegen anderer Art geht. Hierzu muss ich auch sagen, dass wir am 3. November unserer erstes “Charity Concert“ hatten, das ich mit organisieren durfte. Die Organisation beinhaltete sowohl eine Verlosung mit Preisen (,wie ein Familienticket zum Windsor Castle, das im Namen der Queen ausgestellt wurde), das Gestalten eines Informationsbretts über die vergebenen Stipendien am College, das Eintragen von verkauften und ausstehenden Tickets und allgemeinen Dingen wie das Ausdrucken von Flyern.

Bald steht auch der endgültige Umzug es Colleges an, für den ich unter anderem Listen allen Eigentums des Colleges gemacht habe, sodass am Samstag den 16.11. auch überprüft werden konnte, ob alles im Umzugswagen zum Lagerraum ist. Die Reading Univerity, der das jetzige Gebäude des Colleges gehört, möchte nämlich das Grundstück bald zum Bau von Wohnhäusern nutzen. Deshalb ziehen wir jetzt zur „TPAI“, eine andere Tanz-, Gesangs- und Theaterschule, in dem das College auch schon vor ein paar Jahren ansässig war, bevor es in das jetzige Gebäude gezogen ist.

Einer meiner Anfangsaufgaben war es auch in Deutschland für die Ausbildung am College zu werben, sodass auch deutsche, interessierte Schüler darüber Bescheid wissen und ihnen der Weg zu späteren Performern leichter gemacht wird. Hierzu habe ich dann vor allem auch auf Facebook geworben (die Idee einer Freundin), wodurch wir ca. 10 000 Leute erreicht haben und ich ungefähr 70 Likes für meine Werbeanzeige bekommen habe. Auch mit einigen Anrufen oder E-mails nach Deutschland hatte ich Erfolg. Und ich muss sagen, dass ich wirklich eine Leidenschaft dafür entdeckt habe, Werbeanzeigen zu schreiben.

Ansonsten darf ich hier auch immer am Pilateskurs und auch an dem Chor des Colleges teilnehmen (mit dem ich auch schon auf dem Konzert gesungen habe) und hier kann ich sagen, dass alles so unglaubliche Sänger sind, dass man seine eigene Stimme gar nicht mehr hört (und vielleicht ist das auch besser so :D ) Natürlich trainieren Sie alle hart für ihren Wunsch später ein Performer des West Ends zu werden, aber ich finde es trotzdem noch atemberaubend bei ihrem Training “life“ dabei zu sein und sogar mitmachen zu dürfen.

Ich bin im Allgemeinen unglaublich beeindruckt von allen Schülern und Lehrern hier, denn das Level des Lernens und auch Lehrens in Disziplinen wie Tanz, Gesang und Schauspiel ist zu nichts, was ich aus Deutschland kenne, vergleichbar. Im Dezember darf ich hier dann bei den Tanzexamen zugucken (für mich vergleichbar mit dem Film “Save the last Dance“ )und die meisten älteren Schüler haben jetzt schon sogenannte “Auditions“ für Musical Colleges, die Sie nach dem Abschluss ihrer GCSE's oder ihrer A-Levels in Augenschein nehmen.

In nur zwei Monaten habe ich hier schon so viele wunderbare Menschen kennengelernt, das ich schon jetzt ein bisschen traurig über den Gedanken bin wieder nach Hause zu müssen. Ich bin hier auch schon Mitglied des „SOTA Adult Rock Choir“, in dem ich zwar das jüngste Mitglied bin , aber in dem ich nur von netten Leuten umgeben bin, die mich schon sehr herzlich in ihre Gruppe aufgenommen haben. Mit diesem Chor gibt es dann am 23. November dann auch einen Auftritt an der “Abbey School“.

Die Abwechlung in meinem Praktikum hier ist enorm, denn an jedem Tag sind meine Aufgaben anders, ich lerne neue Leute kennen oder ein neues Event steht an. Auch wenn ich hier jeden Tag der Woche arbeite, vermisse ich ein richtiges Wochenende eher wenig, denn ich genieße es hier so viel wie möglich zu erleben.

Ich werde hier West End Stars bekannt gemacht, darf bei Workshops von den Performern der Musicals „Les Mis“ oder “The colour purple“ mitmachen und habe schon “Dracula“ (im “South Hill Park“) geguckt, von dem eine Lehrerin des Colleges der Musical Director war. Auch “The best little Whorehouse of Texas“ habe ich schon im “South Hill Park“ gesehen, dessen Performer ich auch schon vom Cabaret am Sonntag Abend kannte und auch mit den Schauspielern eines Remakes von Shakespeares “Romeo & Juliet“ (englischer Name) habe ich schon einen Workshop gemacht(,um ihre Stimmen zu schonen, denn im Stück musste ziemlich oft geschrien werden) bevor ich dann die Show in ST. Mary's church gesehen habe. Und all diese Erfahrungen sind für mich sehr wertvoll, denn einfach nur ein Stück im Theater zu sehen kann sehr schön sein, aber den Schauspielern und Produzenten der Stücke bekannt gemacht zu werden gibt dem Ganzen nochmal einen ganz anderen Eindruck.

 

Für mich ist es auch sehr interessant zu sehen, wie die beiden Schulen kooperieren und sich gegenseitig aushelfen und ich genieße es an beiden Schulen schon so gut aufgenommen geworden zu sein und fühle mich hier bis jetzt pudelwohl! Weitere Eindrücke und Erfahrungen folgen natürlich, aber das hier war erstmal eine Zusammenfassung der ersten Monate hier.

16November
2013

Bald geht es los

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.